
Wozu ein mobiler WLAN-Router?
Während die großen Anbieter klassischer Mobilfunktarife für Smartphones selten eine bezahlbare echte Daten-Flatrate anbieten, kann es sinnvoll sein, eine zweite Sim-Card z.B. eines anderen Anbieters in einen mobilen WLAN-Router zu stecken. Wobei es weniger auf die theoretisch möglichen gigantischen Downloadraten ankommt, sondern eher darum überhaupt einen stabilen Empfang zu haben. Dabei hilft die Möglichkeit, eine externe Antenne anzuschließen, die z.B. auf dem Dach eines Campers installiert ist. Oder man legt den Router bei schwachem Empfang einfach auf das Dach oder hängt ihn in eine Astgabel – je höher, desto besser. Die Kombination aus einem Prepaid-Tarif für das Handy mit wenig Datenvolumen (z.B. 2GB) bei Vodafone oder Telekom und einem zweiten Tarif Daten-Flatrate für den WLAN-Router, das z.B. auf dem O2-Netz basiert gibt es oft schon für 20 Euro. Wobei der Download dann wahrscheinlich auf 25 oder 50Mbit begrenzt ist – aber aus meiner Sicht völlig ausreichend ist.
Auch im Ausland ist es meistens sinnvoll, sich eine Sim-Card eines lokalen Anbieters zu besorgen und den Router damit zu bestücken. Die Datentarife sind mit Sicherheit günstiger als das, was der deutsche Tarif hier anbietet – wenn es überhaupt funktioniert.
Ein weiterer Vorteil eines mobilen WLAN-Routers: Man hat auch zu Hause immer ein Reserve-Internet, wenn z.B. das Glasfaser-Netz temporär ausfällt (auch das kommt vor!).
4G oder 5G?
Nachdem mein bisheriger 4G/LTE-Router jahrelang sehr gut funktioniert hat, musste ich feststellen, dass sich seit Einführung der 5G Technologie der 4G-Empfang deutlich verschlechtert hat. Vermutlich wurde die Sendeleistung hier zugunsten der 5G-Sender heruntergefahren – das ist zumindest mein subjektiver Eindruck. 5G WLAN-Router sind allerdings deutlich teurer in der Anschaffung.
Beispiel 5G: TP-Link M8550 5G LTE
Der TP-Link M8550 ist ein kompakt gebauter mobiler Router mit einem abnehmbaren Akku und einem 2,4-Zoll-Touchscreen-Display zur direkten Steuerung ohne zusätzliche App. Das Gerät nutzt moderne Tri-Band-WLAN-Technologie (Wi-Fi 6E) und unterstützt gleich drei Frequenzbänder (2,4 GHz, 5 GHz und 6 GHz), was für Verbindungen mit bis zu 32 Endgeräten gleichzeitig ermöglicht.
Technisch bietet der M8550 neben dem SIM-Slot für Nano-SIM-Karten auch einen Gigabit LAN-Port, USB-C-Anschluss und sogar Anschlüsse für externe Mobilfunkantennen (TS-9), um schwache Signale zu verstärken. Ein Steckplatz für microSD-Karten bis 2 TB eröffnet zusätzlich die Möglichkeit, Dateien im Netzwerk zu teilen.
Akku & Mobilität
Mit einem 4680 mAh-Akku liefert der M8550 ausreichend Energie, um auch längere Zeit ohne Steckdose zu arbeiten. TP-Link selbst gibt Akkulaufzeiten von bis zu 14 Stunden an, was im Test unter realen Bedingungen zwar eher auf die Hälfte hinausläuft, aber bei moderater Nutzung trotzdem für einen Teil des Tages ohne Nachladen ausreicht.
Positiv hervorzuheben ist auch die Möglichkeit, Einstellungen direkt über das Display vorzunehmen. Ein Pluspunkt des M8550 ist auch seine Unterstützung für WireGuard-VPN.

Beispiel 4G(LTE): Huawei Router E5785

Deutlich günstiger und aktuell möglicherweise für viele Anwendungen noch ausreichend sind 4G/LTE WLAN-Router z.B. von Huawei. WLAN sendet nur im 2,4GHz-Band aber dafür mit längerer Laufzeit und kleineren Abmessungen. Ebenfalls mit herausnehmbaren Akku und Anschlussmöglichkeit für eine externe Antenne (TS-9).
Fazit
Der TP-Link M8550 ist ein zukunftsfähiger Router zu einem aktzeptablen Preis bietet dafür eine beeindruckende Ausstattung: 5G-Kompatibilität, Wi-Fi 6E, LAN-Port, Akku-Betrieb, VPN-Support und ein intuitives Display sprechen für das Gerät.
Für weniger anspruchsvolle Anwendungen und im Hinblick auf die Kosten ist (noch) evtl. ein 4G/LTE WLAN-Router ausreichend.
Für den abgebildeten Huawei 4G WLAN Router ist ein neueres Modell verfügbar, allerdings ohne Anschlussmöglichkeit einer externen Antenne:


