Sowohl bei Kühlboxen als auch bei fest im Wohnmobil verbauten Kühlschränken gibt es grundsätzlich zwei verschieden Arten von Kühlsystemen und warum ich ein Fan von separaten Kompressor Kühlboxen bin:
1. Absorber Kühlbox / Kühlschrank
Immer noch häufig und in älteren Wohnmobilen fast ausschließlich verbaut sind die sogenannten Absorber-Kühlschränke. Sie sind daran erkennbar, dass sie sowohl mit Gas als auch mit 12V/24V Gleichstrom und mit 220V Wechselstrom betrieben werden können. Da die (Kühl-)Arbeit ohne einen mechanischen Kompressor verrichtet wird, ist der Betrieb nahezu lautlos. Ein weiterer Vorteil ist der Stromunabhängige Betrieb mit Gas während der Standzeit. Mit einer 11Kg Gasflasche beträgt die durchschnittliche Laufzeit je nach Größe des Kühlschranks und Außentemperatur ca. 3 bis 5 Wochen. Der Stromverbrauch eines Absorbers ist sehr hoch, daher ist der 12V Betrieb nur während der Fahrt sinnvoll, wenn die Lichtmaschine den Akku lädt. Im Stand würde z.B. 100 Ah-Batterie nach wenigen Stunden komplett entladen sein. Ein weitere Nachteil des Absorbers ist die lange Kühl-Vorlaufzeit (mindesten 1/2 Tag). Außerdem gibt es Grenzen bei sehr hohen Außentemperaturen (30-35°C), da nur Temperaturdifferenzen von bis zu ca. 25°C kompensiert werden können. Bei meinem 32 Jahre alten Electrolux sind es sogar nur noch 15°C.
Externe Absorber Kühlboxen können meist mit 12V oder 220V betrieben werden und sind in der Anschaffung eher günstiger als Kompressor Kühlboxen, haben aber technisch bedingt ebenso die oben beschriebenen Nachteile: Hoher Stromverbrauch und begrenzte Kühlleistung.
2. Kompressor Kühlbox / Kühlschrank
Nutzt einen elektrischen Kompressor zur Kältemittelverdichtung und kann nur mit Strom betrieben werden, der in der Regel aus dem 12V Bordnetz bezogen wird. Ein Kompressor-Kühlschrank arbeitet um ein mehrfaches energieeffizienter als ein Absorber-Kühlschrank. In Kombination mit einer ausreichend dimensionierten Aufbaubatterie und einer Solaranlage ist zumindest für die Kühlung echte Autarkie möglich. In Bezug auf die Geräuschentwicklung hat sich gezeigt, dass neuere Geräte zunehmend leiser geworden sind. Vielfach lassen sie sich aufgrund guter Isolierung auch problemlos über Nacht abschalten ohne dass der Inhalt Schaden nimmt. Ein weiterer Pluspunkt ist die viel kürzere Kühl-Vorlaufzeit, 1 Stunde reicht meistens aus. Es gibt im Gegensatz zum Absorber auch keine Probleme bei hohen Außentemperaturen, die Kühlung funktioniert auch dann verlässlich.
Fazit
Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Es hängt vom Nutzerverhalten und den entsprechenden äußeren Umstanden ab, was besser passt. Ich persönlich würde klar den Kompressor Kühlschrank favorisieren, muss aber damit leben, dass im Oldtimer-Hobby600 nun mal ein Absorber vor sich hinwerkelt bzw. auch nicht mehr, weil ich ihn meist nur noch als Stauraum nutze. Ein Umbau/Austausch gegen einen neuen Kompressorkühlschrank ist zu aufwändig und teuer, deshalb fährt bei mir immer eine (natürlich Kompressor)-Kühlbox mit:
Ergänzung Kompressor Kühlbox

Nicht ganz billig, aber sehr robust und flüsterleise (wirklich kaum wahrnehmbar) ist Diese Kompressor Kühlbox von Dometic mit 31 Liter. Muss nachts nicht ausgeschaltet werden, selbst wenn man direkt daneben schläft.
Sehr sparsam im Stromverbrauch, problemlos mit der meiner kleinen Solaranlage zu betreiben. Falls sich die Sonne mal länger nicht blicken lässt, kann sie auch einfach an die Powerstation angeschlossen werden.
Kann bei Bedarf bis zu minus 15°C gekühlt werden (Eiswürfel machen oder vielleicht irgendwas einfrieren).
Das integrierte LED-Licht geht automatisch an, wenn der Deckel geöffnet wird.
Meine erste Kühlbox war die kleine Schwester von der CDF36 in der 21 Liter Variante von Dometic. Nachdem sie mir für unterwegs etwas zu klein geworden war, verrichtet sie nun ihren Dienst im Kofferraum des i3 für den Einkauf. Dank der Batteriewächterfunktion muss man sich keine Sorgen machen, dass die 12V Starterbatterie (ja, auch E-Autos haben eine „Starterbatterie“) leer gesaugt wird.


